Forschungsprojekt Kurzbeinigkeit beim WGH


Am Wissenschaftlichen Geflügelhof (WGH) läuft nun schon das zweite Jahr das Forschungsprojekt "Weiterführende Untersuchungen zur Kurzbeinigkeit bei einigen Hühnerrassen. Die Forschungsleiterin des WGH, Frau Dr. Mareinke Fellmin referierte dazu auf der Jahreshauptversammlung des Verein zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Rassegeflügelzucht (JUWIRA) am 22.07.2017 in der Zooschule des Zoologischen Garten Köln.

Aus dem Protokoll der Tagung (veröffentlicht auf der Homepage von JUWIRA sowie in der Geflügelzeitung 18/2017 vom 22.09.2017)  möchten wir den betreffenden Tagungsordnungspunkt 9 zitieren:

 

Frau Dr. Mareike Fellmin:

Beschränkte sich im letzten Jahr ihr Bericht über das kurz zuvor begonnene Forschungsprojekt über die Kurzbeinigkeit auf erste Beobachtungen, referierte Frau Dr. M. Fellmin nun aktuell unter dem Vortragstitel: „Erste Ergebnisse zu den: Weiterführende Untersuchungen zur Kurzbeinigkeit bei verschiedenen Hühnerrassen“. Welch` eine aufwendige Forschungsarbeit damit verbunden ist, wurde den Zuhörern anhand der Text-, Bild- und Diagrammvorlagen eindeutig vermittelt.

„Bei drei der vielen Hühnerrassen im Rassegeflügelbereich treten sowohl normalbeinige aber auch kurzbeinige auf. Der Rassestandard dieser Rassen gibt als Zuchtziel die kurzbeinigen Tiere vor, die normalbeinigen oder oft auch als langbeinige bezeichneten Tiere sind für das Ausstellungswesen nicht zu nutzen“. Das betrifft die Rassen: Krüper und Zwerg-Krüper sowie die Chabo. Diese Rassen waren in den Verdacht einer „Qualzucht“ geraten.

Nach Auswertung des bisherigen Einsatzes zieht die Referentin folgendes Resümee: „Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass es keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Verpaarungen von Merkmalsträgern und Nichtmerkmalsträger in Bezug auf die Anzahl der abgestorbenen Nachkommen gibt“. Und gibt zu bedenken: „Diese Ergebnisse stellen die gesamte Diskussion rund um den „Qualzuchtvorwurf“ im Zusammenhang mit kurzbeinigen Hühnerrassen in Frage und machen den weiteren Forschungsbedarf auf diesem Gebiet deutlich“. Hierauf bemerkte BDRG-Vizepräsident Gerhard Ziegler: Die Finanzierung dieses Forschungsauftrages ist über den Zeitrahmen hinaus bis zu seinem Abschluss gesichert!

Die Referentin erfuhr viel Beifall und spontan ausgerufen anerkennende Worte – lässt der Inhalt doch hoffen, die Verdachtsmomente im Hinblick auf die Qualzuchtvermutung doch abwenden zu können.

 

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