Wissenswertes über die Farben unserer Krüper


Die ältesten (bereits von Bruno Dürigen beschriebenen) Farben unserer Krüper sind schwarz, gesperbert, schwarz-weißgedobbelt, schwarz-gelbgedobbelt, siberhalsig, rebhuhnfarbig (rebhuhnhalsig), gelbriesel (gelb-schwarzgerieselt), gescheckt (schwarz-weißgescheckt), blau (blau-gesäumt), gelb und weiß. Am weitesten sind heute die Schwarzen verbreitet. Viele Freunde fanden auch die rebhuhnhalsigen Krüper durch ihr attraktives und aus anderen Rassen bekanntes Farbenspiel. Wenn man bei unserer Rasse überhaupt von einer weiten Verbreitung reden kann, denn aufgrund der geringen Züchterdecke liegt die Zucht in relativ wenigen Händen.


Leider ist in den letzten Jahren der bisher zweitstärkste Bestand an Zuchten unserer gesperberten Krüper sehr zurückgegangen, sodass dieser Farbenschlag unbedingt neue Züchter benötigt.

Die silberhalsigen, rebhuhnhalsigen blau-gesäumten und gelben verschwanden im Laufe des 20. Jahrhunderts gänzlich. Erst durch das Engagement von Hans-Joachim Güntherodt (rebhuhnhalsige), Rüdiger Wandelt (siberhalsige, gelbe, blau-gesäumte sowie gelb-schwarzgerieselte), Wilhelm Wellner (weiße) und Hendrik Wulfhorst (ebenfalls gelbe) vervollständigte sich die Farbpalette wieder.


Das Ziel des SV ist, alle elf Farbenschläge rückzuzüchten und auch als Zwerg-Krüper zur Anerkennung zu bringen. Durch das Engagement unseres neuen SV-Vorstandes konnten Tiere und Bruteier von großen silberhalsigen und gelben Krüper aus der Zucht von Rüdiger Wandelt an weitere Züchter übergeben werden. Danke an Tanja Baier, Constanze Kellenbenz und Karl Zielke für ihr Engagement.

Auch bei den Zwerg-Krüpern erweitert sich die Farbpalette. In diesem Jahr (2017) stellen wir uns das Ziel, die schwarzen und schwarz-weißgescheckten zur Anerkennung zu bringen. Hier bauen wir auf das Engagement des Herausztüchters beider Farben Pierre Süß und bei den schwarzen Zwergen unseres jüngsten Mitgliedes Timo Bünermann. Wir wünschen uns viel Erfolg im Anerkennungsverfahren.

 

Die gedobbelten Farben spielen bei uns eine herausragende Rolle. Ursprünglich entstand die Farbe im Bergischen Land, wo neben den damaligen Bergischen Krüpern (siehe Geschichte unserer Krüper) auch die Bergischen Kräher und Bergischen Schlotterkämme mit ihrer Dobbelung ihre Heimat haben. Über viele Jahrzehnte  wurden dort Langbeine  als Schlotterkämme und Kurzbeine als Krüper bezeichnet und ausgestellt. Die Dobbelung ist eine sehr grobe Form der Säumung, d.h. eine schwarze Feder hat einen weißen (schwarz-weißgedobbelt) oder gelben (schwarz-gelbgedobbelt) Fleck in der Mitte. Auf dem Foto ist die Dobbelung sehr gut erkennbar. Dargestellt allerdings an einem Bergischen Kräher schwarz-goldbraungedobbelt. (Foto: Nüle Mersch)

Die Zwerge wurden erst relativ spät herausgezüchtet. Sie sind in den Farben weiß und silberhalsig anerkannt. Neben Pierre Süß (schwarzen und schwarz-weißgeschescheckt), Timo Bünermann (schwarz) beschäftigt sich Hendrik Wulfhorst mit gelben Zwerg-Krüpern.