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Hinweise zur Zucht

"Züchtet rein und züchtet echt", dieser Devise des Urvaters der deutschen Rassegeflügelzucht Robert Oettel (1798-1884) nehmen sich auch die Krüperzüchter unseres Sondervereins an.

Auf Grund der Seltenheit unserer Rasse und um Inzuchtdepressionen vorzubeugen ist es aber nicht immer unumgänglich, auch auf Individuen anderer Rassen zurückzugreifen. Hier sollte aber bitte unbedingt mit Fingerspitzengefühl vorgegangen werden.

Bei Einkreuzungen sollte man nur nahe Verwandte aus dem europäischen Raum nutzen. Rassen vom asiatischen Typ verfälschen den Typ und vor allem den genetischen Schlüssel viel zu sehr. Das ist nicht der Sinn unserer Zucht.

Die gedobbelten Farbenschläge können auf ihre nächsten Verwandten aus dem Bergischen Land, den Schlotterkämmen zurückgreifen. Ebenso die Züchter der schwarzen bzw. gesperberten Krüper. Allerdings sind alle genannten Farben auch bei den Bergischen sehr, sehr selten. Hier empfehlen wir zusätzlich auf solche Rassen wie die Rheinländer, Deutsche Sperber oder Minorka zurückzugreifen. Die konsequente Führung eines Zuchtbuches ist dabei unumgänglich.

Schwieriger als die Zucht anderer Rassen gestaltet sich die Krüperzucht nicht. Die Arbeit des Wissenschaftlichen Geflügelhofes hat in dem Projekt "Kurzläufigkeit" bewiesen, dass der in der Vergangenheit von vermeintlichen Experten immer wieder kolportierte Letalfaktor, der bedauerlicherweise auch in Publikationen aufgegriffen wurde, schlichtweg nicht nachweisbar ist.

Kurzbeinige Hähne haben allenfalls ein aufgrund ihrer Ergonomie eine niedrigere Befruchtungsrate bei ebenso kurzbeinigen Hennen.

Wer natürlich eine höhere Befruchtungsrate erreichen möchte, der verpaart langbeinige Tiere mit kurzbeinigen. Das schafft dann zwar einen etwas höheren Aufwand in der Aufzucht, allerdings bei positiver Sichtweise auch eine erhöhte Freude beim Anblick der "langen" und "kurzen" Krüper im Aus- oder Freilauf.

Also, keine schwieriger zu züchtende Rasse als andere aus unserem breiten Sprektrum des Rassegeflügels. Dafür allerdings eine überaus aparte und eine, die man nicht überall sieht.
Wer etwas besonderes züchten möchte, kommt um die Krüper eigentlich gar nicht herum.