Jörg Erich Haselier


Jörg Erich Haselier

 

Für unsere Krüper im ganzen Land unterwegs

Was macht ein Sondervereinsvorsitzender der Krüper- und Zwerg-Krüperzüchter von 1904? - Er leistet Überzeugungsarbeit, informiert die Öffentlichkeit und die (Fach-)Presse, kämpft gegen behördliche Anordnungen, zum Beispiel wenn die Stallpflicht unbarmherzig zuschlägt, pflegt Kontakte zu den Verbänden und Züchterfreundschaften, transportiert -wann immer es geht- Bruteier und Abgabetiere im ganzen Land und leistet somit ein Statement für das Leben im ländlichen Raum.

 

Am 20. November 2017 wurde ich im thüringischen Beberstedt auf Vorschlag unseres Ehrenvorsitzenden Erich Lindsiepe zum Vorsitzenden des Sondervereins gewählt. Seitdem ist es meinen Mitstreitern und mir gelungen, eine ansehnliche Schar neuer aktiver Mitglieder im ganzen Land und darüber hinaus in Luxemburg und Österreich für unser Krüperwesen zu gewinnen. 

 

Es gibt kaum eine längere Autofahrt ohne Telefonat in Sachen Krüper, keinen Tag ohne einen Blick auf unsere Krüpergruppe in den sozialen Netzwerken. Am schönsten sind natürlich die landesweiten Begegnungen mit ähnlich enthusiastischen Menschen, die sich der Pflege des Krüperhuhns verschrieben haben. Dabei haben wir uns hochgesteckte Ziele gesetzt. So sollen in Kürze zwei neue Farbschläge unserer Zwerge zur Anerkennung kommen. Ein wichtiges Ziel für den Sonderverein an dem ich mit meinem Vorstand arbeite sind verbindliche Regeln für die Abgabe von Bruteiern und Zuchttieren.   

 

Wie fing alles an?

 

Es ist um das Jahr 2000 gewesen, als mir in einem Standardwerk über Rassegeflügel die Krüper mit ihren charakteristischen Eigenschaften, ihrer jahrhundertelangen Geschichte und ihren züchterischen Herausforderungen aufgefallen sind.
Im Gedächtnis ist mir besonders der schlichte und schöne Satz: "Eine Schar Krüper auf einer Wiese sind eine Augenweide." - Wie wahr! Ich komme beim Anblick, besonders der dem Standard entsprechenden kurzläufigen Exemplare, immer wieder zum selben Ergebnis. Nach intensiverer Beschäftigung mit dieser alten bergischen Hühnerrasse war mir klar: wenn Ort und Zeit passen, dann müssen es Krüper sein. Besonders überzeugte mich, dass ein Krüperhalter und -züchter etwas tut für den Erhalt der Vielfalt unserer heimischen Nutztierrassen. Zum Zeitpunkt der Anschaffung der ersten Krüper im Jahr 2010 gab es laut zentraler Bundeserfassung gerade einmal 378 Alttiere in allen Farbschlägen. So wählte ich den ersten Stamm gesperberter Krüper beim damaligen Vorsitzenden des Sondervereins, Erich Lindsiepe in Sankt Augustin-Hangelar (Rhein-Sieg-Kreis), aus und war mir des genetischen Erbes und der Verantwortung für die Rasse durchaus bewusst.
Meine besondere Aufmerksamkeit gilt seit 2014 den schwarz-weißgedobbelten Krüpern. Im gleichen Jahr habe ich daran gearbeitet, das zum ersten Mal eine Sonderschau im Süden der Republik ausgerichtet wurde. Diese fand am Vierten Advent 2014, angeschlossen an die Kreisverbandsschau der Kleintierzüchter Schwäbisch Gmünd, in der Kaiserberghalle in Waldstetten-Wißgoldingen statt.
Die Tiere stehen inmitten von Streuobstwiesen in der Zuchtanlage des Kleintierzuchtvereins Bargau Z 382 e.V. im landschaftlich reizvollen Ostalbkreis. Dort bekleide ich das Amt des 2. Vorsitzenden und auch in dieser Funktion setze ich mich für die Krüper als  "Rote-Liste"-Rasse ein. Da ich beruflich viel unterwegs bin, bin ich Bettina Stritz überaus dankbar für ihren unermüdlichen und beispielhaften Einsatz für ihre und auch meine Krüper.

Letztlich geht es mir bei den Krüpern um den inneren Ausgleich durch die Beschäftigung mit den Tieren, um die Profilierung der Rasse in einer breiteren Öffentlichkeit und ein klares Statement für ein nachhaltiges und im Einklang mit unserem bäuerlichen Erbe befindliches Leben im ländlichen Raum. Aus diesem Grunde stehe ich auch für den Austausch mit den Sondervereinskollegen und Krüperinteressierten im ganzen Land.
Kontakt: Jörg Erich Haselier - haselier(ät)email.de - Tel. 0170/8977764

 


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