Die Sonderschauen 2014


Um einer besseren, vom Sonderverein getragenen regionalen Präsentation unserer Krüper zu entsprechen, wurden neben der Hauptsonderschau zur Nationalen in Leipzig/Sachsen, eine Sonderschau zur Landesverbandschau in Erfurt/Thüringen und eine weitere zur Kreisschau Schwäbisch-Gmünd/ Baden-Württemb. in Wißgoldingendurchgeführt.

 

Zur Sonderschau in Erfurt, angeschlossen an die Landeverbandsschau Thüringen wurden 14 Zwerg-Krüper gemeldet. Die prima zuchtstandsbezogene und typhafte Bewertung wurde von unserem neuen Sonderrichter H. Jungk durchgeführt.

Zu Beginn standen weiße Zwerg-Krüper-Hennen, leider ohne Hahn mit Vorzügen im Typ, richtiger Form und Größe, feiner Ober- sowie Unterlinie und prima Kopfpunkten. Die Lauffarbe hätte etwas intensiver blau gefärbt sein können.
Gefolgt von 1,7 Vertretern in silberhalsig, zeigte sich der 1,0 in guter Form mit richtiger Körperhaltung u. Größe sowie prima Farbe und Zeichnung. Wünsche gab es in einer festeren Flügelhaltung und in einem ausgereifteren Abschluss zu vermerken. Die 7 gezeigten rassetypischen Hennen überzeugten mit richtiger Körperform und Haltung, sowie feiner Rieselung, Nervzeichnung und prima Lachsbrust. Auf etwas mehr Rückenlänge, Kopfblüte, ausgereiftere Schwanzpartie sowie feineres Kopfsilber wurde hingewiesen.
In der AOC-Klasse standen 1,2 Zwerg-Krüper im gelben und 2 Hennen im schwarzen Farbenschlag.
Mit prima Rassetyp, Größe, Kopfpunkten und beindruckender Farbe zeigten sich die 1,2 gelben. Als Wünsche wurde mehr Gesichtsblüte, ausgereifterem Abschluss im Allgemeinem und beim 1,0 eine festere Flügelhaltung aufgezählt. Die beiden schwarzen Hennen mit schon feiner typischer Form und Haltung sowie prima Lauffarbe sollten im Stand nicht höher, im Rücken eine Idee gestreckter und in der Farbe glänzender grün sein.

Mit nur 13 Krüpern und 20 Zwerg-Krüpern bei unserer Hauptsonderschau zur Nationalen vom 5. – 7. Dez. in Leipzig, konnten wir an die doch zuversichtliche HSS 2013 in Erfurt mit allen anerkannten Farbenschlägen der Großen und Zwergen leider nicht anschließen. Die sehr kompetente und zuchtstandsbezogene Bewertung der gemeldeten Krüper übernahm Zfrd. St. Fischer von der PV Rheinland, dafür herzlichen Dank.
Alle 13 gemeldeten Krüper brachte nur ein Züchter zur Schau.
Drei weiße Hennen, leider ohne Hahn, überzeugten mit typischer Form, breitem Körper, tiefem Stand und besten Kopfpunkten. Gewünscht war hier eine bessere Schaureife mit festeren Steuerfedern und saubererer Schnabelfarbe.
Gefolgt von 1,1 gesperbert in typischer Walzenform, Körperbreite, tiefem Stand sowie super Sperberung. Der Abschluss sollte ausgereifter sein.
Ein durchwachsenes Bild zeigten unsere züchterisch schwierigsten Farbenschläge mit 0,1 schwarz-weiß- und 1,3 schwarz-gelbgedobbelt. Vorzüge wurden in Form, breitem Körper, typischer Haltung und sehr guten Kopfpunkten formuliert. Probleme bereiten immer noch der markante Abschluss mit fließendem Übergang sowie eine saubere Schwung- und Steuerfarbe. Die Dobbelung muss noch reiner werden.
Leider nur eine schwarze Henne mit feinem Kopf, langem u. breitem Körper. Hier wurde mehr Brusttiefe gewünscht. Im prima Rassetyp, waagerechter Haltung, Körperlänge, tiefen Stand, sehr guten Kopfpunkten und feiner Farbe präsentierten sich zwei gelbe Hennen in der AOC-Klasse. Welche mit besserer Schaureife und markanter entwickelten Steuern noch höhere Punkte erreicht hätten.
Ausgeglichen zeigten sich die 20 gemeldeten Zwerg-Krüper in den beiden anerkannten und zwei weiteren Farbenschlägen in der AOC-Klasse.
Rassetypisch mit tiefem Stand, prima Walzenform mit guter Körperhaltung und sehr guten Kopfpunkten präsentierten sich die 1,7 weißen, denen mehr Abschlussreife, in der Haltung waagerechter und vereinzelt ein festerer Flügeleinbau gewünscht wurde. Hier muss in Zukunft auf eine gleichmäßigere schieferblaue Lauffarbe geachtet werden (hv: Hendrik Wulfhorst).
Die 2,5 Vertreter in silberhalsig bestachen in Farbe und Zeichnung auf typischer Form mit langem Rücken. Wünsche wurden in der Schaureife, Flügelhaltung, vereinzelt mehr Brusttiefe und sauberem Kopfsilber bei den Hennen formuliert. Züchterische Arbeit gibt es nach wie vor in der typischen Kammführung mit 4 bis 6 gut ausgebildeten Zacken.
1,2 gelb und 0,2 schwarz wurden in der AOC-Klasse gezeigt. Die gelben verkörperten den typischen Zwerg-Krüper mit tiefen Stand, Walzenform, sehr schönen Kopfpunkten und prima gelber Farbe. Wünsche gab es in einer festeren Flügelhaltung, im geordneten Abschluss und festerem Sattelgefieder (hv: Pierre Süß).
Einen korrekten Stand mit sehr guter Körperhaltung u. Größe, eine feine Farbe mit gutem Grünlack zeigten die 2 schwarzen Hennen, denen aber eine bessere Gesichtsblüte und ein längerer Rumpf gewünscht wurde.

 

Die zweite Sonderschau fand am 20. und 21. Dezember angeschlossen an die KV-Schau Schwäbisch-Gmünd in Wißgoldingen statt.
Hier wurden 15 Krüper und 9 Zwerg-Krüper vom PR H. Kimmel bewertet. Es war sicher keine leichte Aufgabe, aber die Bewertung ist mit viel Fingerspitzengefühl durchgeführt worden. Die 2
,5 gesperberten Krüper von den beiden Ausstellern Bettina Stritz und Jörg Erich Haselier zeigten, wie weit der Zuchtstand doch ist. Alle Tiere hatten eine sehr gute Standhöhe, Zeichnung und Körperform. Die Flügellage hat sich ebenso verbessert wie auch die Schwanzhaltung. Die 0,1 sollten in der Sperberung teilweise nicht noch dunkler werden.  Bettina Stritz erhielt das Remstalband für das beste Tier der Schau auf eine ihrer Hennen (v97).

 

2,3 schwarz-weißgedobbelte Krüper, ebenfalls von Bettina Stritz und Jörg Erich Haselier, das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Hier zeigten sich die Hähne in prima Größe und Standhöhe. Die Kopfpunkte sollten nicht größer werden und die Dobbelung nicht offener. Die Hennen hatten im Unterschied zu den Hähnen eine sehr gute, gleichmäßige Dobbelung, hier sollten die Kämme insgesamt stabiler werden.
1,2 schwarz-gelbgedobbelte Krüper brauchen noch züchterische Arbeit. Die Körperform war schon sehr ansprechend, ebenso die saubere Dobbelung. Allerdings sollten alle Tiere nicht noch höher im Stand werden. Auf eine waagerechte Körperhaltung und Schilf in den Flügeln muss dringendst geachtet werden.
Bei den 3,6 Zwerg-Krüpern in weiß wurde durchweg die Köperform, die passende Größe und das reinweiße Mantelgefieder hervorgehoben. Auch zeigten alle Tiere die geforderten blauen Läufe. Zwei der Hähne hätten im Abschluss ausgereifter sein dürfen. Die Hennen präsentieren sich durchweg im sg-Bereich. Hier gab es kleine Wünsche in der Abschlussreife und in der Gesichtsfarbe. Hendrik Wulfhorst bekam das von Jörg Erich Haselier gestiftete Band für den besten Hahn (hv96) der Sonderschau.

 


Nach langer Zeit wurden mal wieder mehr als nur eine Sonderschau für Krüper- und Zwerg-Krüper durchgeführt. Dieses System ist bei den Züchtern und auch Besuchern sehr gut angekommen. Gerade bei den vom Aussterben bedrohten Hühnerrassen ist es wichtig diese einem möglichst breiten Publikum zu zeigen. Deswegen wird es mit der HSS in Erfurt und der SS in Dortmund in 2015 auch wieder zwei Sonderschauen geben.

 

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